Informationen für wohnungslose, psychisch kranke oder suchterkrankte Menschen

Ansprechpartner und Hilfsangebote während der Coronakrise

Gerade in der Zeit der Coronakrise sind die Hilfesysteme für wohnungslose, psychisch kranke oder suchterkrankte Menschen besonders wichtig. Die Oldenburger Angebote sind alle gut miteinander vernetzt und arbeiten mit Hochdruck an der Notversorgung. Dabei stehen die Einrichtungen und Dienste mit den Betroffenen im engen Kontakt und können so zügig eingreifen, wenn Bedarf ist. Zum aktuellen Zeitpunkt können die Angebote die derzeitige Versorgung sicherstellen. Damit die betroffenen Menschen die Dienste trotz verkürzter Servicezeiten erreichen können, bittet die Stadtverwaltung Bürgerinnen und Bürger, die ihre Hilfe anbieten wollen, derzeit davon abzusehen, die angegeben Kontaktdaten zu nutzen. Die Notversorgung ist nach derzeitigem Stand gewährleistet. Sollte Unterstützung benötigt werden, wird die Stadt Oldenburg offiziell dazu aufrufen.

Angebote für Menschen in Krisensituationen

Die Stadt Oldenburg bietet für Menschen in Krisensituationen die folgenden Dienste an:

  • Der Sozialpsychiatrische Dienst bietet Beratung und Krisenintervention für psychisch erkrankte Menschen, deren Angehörige sowie das soziale Umfeld an. Das Team ist von Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr sowie Montag bis Donnerstag 13.30 bis 15.30 Uhr per Telefon unter 0441 235-8662 erreichbar. Persönliche Beratungsgespräche in den Räumen des Sozialpsychiatrischen Dienstes können derzeit nur im Einzelfall und nur nach vorheriger Terminvereinbarung erfolgen. Am Wochenende und an Feiertagen hält die Stadt Oldenburg für psychisch kranke Menschen einen nicht-ärztlichen Psychosozialen Krisendienst vor. Der Dienst ist freitags von 16 bis 20 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 13 bis 20 Uhr derzeit nur per Telefon unter 0441 235-8626 zu erreichen.

Außerdem hat die Karl-Jaspers-Klinik ein Krisentelefon für psychiatrische Soforthilfe eingerichtet:

  • Das Krisentelefon der Karl-Jaspers-Klinik bietet Unterstützung, wenn Sie bereits unter einer psychiatrischen Erkrankung leiden und kurzfristig einen therapeutischen Rat suchen, oder wenn Sie im Rahmen der aktuellen Situation psychische Probleme bei sich bemerken, für deren Bewältigung Sie fachlich kompetente Hilfe suchen. Es richtet sich in erster Linie an Betroffene oder Angehörige aus dem Versorgungsgebiet. Eine Beratung ist nur telefonisch möglich, nicht per E-Mail oder Internet. Das Krisentelefon der Karl-Jaspers-Klinik erreichen Sie montags bis freitags zwischen 9 und 10 Uhr per Telefon unter 0441 9615-777.
    Mit allen anderen Anliegen, insbesondere auch psychiatrischen Notfällen, wenden Sie sich bitte an die Telefonzentrale, die unter 0441 9615-0, rund um die Uhr zu erreichen ist, oder den ärztlichen Notdienst bzw. den Rettungsdienst unter 112. Bei Corona-Verdacht: Hausarzt oder 116 117 anrufen.

Angebote für wohnungs-/obdachlose Menschen sowie für Menschen mit Suchterkrankungen

Hier finden Sie eine Übersicht über die aktuellen Sprechzeiten der Angebote für wohnungslose und obdachlose Menschen sowie für Menschen mit Suchterkrankungen.

Angebote für wohnungslose und obdachlose Menschen

  • Die städtische Notunterkunft am Sandweg ist für die Bewohnerinnen und Bewohner durchgehend geöffnet. Eine Versorgung mit Lebensmitteln ist durch freiwillige Helferinnen und Helfer sichergestellt. Einen Übernachtungsschein bekommt man beim Zentralen Außendienst der Stadt Oldenburg in der Wallstraße 14.
     
  • Der Tagesaufenthalt in der Ehnernstraße hat weiterhin mit dem üblichen Angebot der Versorgung geöffnet. Derzeit ist der Nutzerkreis aber auf Menschen beschränkt, die tatsächlich wohnungslos sind und keine Möglichkeit haben unterzukommen. Die Einrichtung ist montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet sowie mittwochs von 10 bis 15 Uhr. In den „kalten Monaten“ hat der Tagesaufenthalt zusätzlich auch samstags von 10 bis 15 Uhr geöffnet.
    Die postalische Erreichbarkeit für wohnungslose Menschen ist dort weiterhin gewährleistet, es sind jedoch veränderte Vereinbarungen zur Abholung getroffen worden. Die telefonische Erreichbarkeit ist für alle anderen Betroffenen per Telefon unter 0441 883308 ebenfalls gewährleistet. Der Tagesaufenthalt ist auch per E-Mail an ta-oldenburg(at)diakonie-ol.de erreichbar.
     
  • Die Bahnhofsmission hat einen Notbetrieb, der von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 13 Uhr zur Verfügung steht. Der Aufenthalt in den Räumlichkeiten ist nur für akut obdachlose Menschen möglich. Es findet keine Ausgabe von Getränken und Lebensmitteln statt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind vor Ort und vermitteln Hilfen und sprechen Menschen im Bahnhof an, die Unterstützung benötigen. Die postalische Erreichbarkeit für wohnungslose junge Menschen bleibt dort ebenfalls erhalten, abweichende Regelungen dazu sind vereinbart worden. Die Bahnhofsmission ist per Telefon unter 0441 25484 erreichbar.
     
  • Die ambulante Wohnungslosenhilfe in der Donnerschweer Straße 181 hat zur Abholung von Post und Schecks anlässlich der Geldverwaltung derzeit montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr geöffnet. Eine Beratung ist per Telefon unter 0441 9339440 sowie per E-Mail an awh-oldenburg(at)diakonie-ol.de möglich.
     
  • Die Auszahlung von Tagessätzen gemäß SGB II und SGB XII für mittellose wohnungslose Menschen findet montags bis freitags von 11 bis 12 Uhr in der Diakonie Geschäftsstelle (Güterstraße 3) statt und ist per Telefon unter 0441 970930 erreichbar. Zur Verringerung der persönlichen Kontakte können Tagessätze für mehrere Tage am Stück ausgezahlt werden.
     
  • Die allgemeine Sozialberatung der Diakonie sowie die Anlaufstelle für Straffällige sind weiterhin im Dienst. Beratungen und Kontakte erfolgen weitgehend per Telefon unter 0441 97093-0 (Sozialberatung) und 0441 97093-14 (Anlaufstelle) sowie per E-Mail an straffaelligenhilfe(at)diakonie-ol.de.
     
  • Die Wohnraumsicherung für Menschen von 18 bis 25 Jahre mit Problemen zu Akutversorgung, Wohnungsproblemen und Wohnungslosigkeit ist per Telefon unter 0441 9709317 oder per Mail an friederike.gerdes(at)diakonie-ol.de zu erreichen.
     
  • Die Anlaufstelle für Jugendliche und junge Erwachsene der städtischen Straßensozialarbeit ist für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Anlaufstelle ist montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr sowie freitags von 9 bis 15 Uhr per Telefon unter 0441 248197 sowie 0171 2771394, per E-Mail an max.moehlmann(at)stadt-oldenburg.de oder katrin.mueller(at)stadt-oldenburg.de oder per Whatsapp unter 0163 6645688 erreichbar. Im Einzelfall können Termine zum Duschen oder Wäsche waschen vereinbart werden.

Angebote für Menschen mit Suchterkrankung

  • Im Café Caro der STEP, der Anlaufstelle für chronisch suchterkrankte Menschen, sind täglich von 9 bis 16 Uhr pädagogische Fachkräfte vor Ort. Das Café kann derzeit nicht genutzt werden, aber es findet Kontakt und die Ausgabe von Getränken statt. Von montags bis freitags 13 bis 16 Uhr können Spritzen getauscht werden. Die telefonische Beratung unter der Nummer 0441 83500 findet ebenfalls statt. Auch die AIDS-Hilfe Oldenburg e.V. bietet Suchterkrankten die Möglichkeit, unter verstärkten Hygienemaßnahmen kontaktlos Spritzen zu tauschen. Hier erhalten Sie weitere Informationen »
     
  • Die Suchtberatungsstelle Rose 12 der STEP erweitert das Angebot für Menschen, die sich psychisch besonders belastet fühlen. Dazu können sich Betroffene per Telefon unter 0441 83500 melden. Die Beratungsstelle ist von montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr erreichbar. Zusätzlich wird montags von 17 bis 19 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr, die offene Beratung mit Terminvergabe angeboten. Rückrufwünsche können auch auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werden. Bitte langsam und deutlich den Namen und die Telefonnummer hinterlassen. Fragen können auch per E-Mail an oldenburg(at)step-niedersachsen.de geschickt werden.
     
  • Die Fachstelle Sucht der Diakonie bietet telefonische Beratung für Suchterkrankte, Gefährdete, Angehörige, den Freundeskreis und Kollegen dieser Menschen. Die Beratung findet montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 13 Uhr per Telefon unter 0441 36155960 statt. Anfragen können auch per E-Mail an fs-sucht-ol(at)diakonie-ol.de gesendet werden.