Zwischenbilanz und Fortsetzung der Balkonkonzerte

90 Künstlerinnen und Künstler im Einsatz gegen Corona-Blues

Durch die Corona-Krise bestehen in zahlreichen Alten- und Pflegeeinrichtungen seit mehreren Wochen strikte Besuchsverbote. Um den Bewohnerinnen und Bewohnern dennoch im Alltag Freude zu bereiten, organisiert das Kulturbüro Balkonkonzerte und Freiluftaufführungen. Diese haben derzeit Hochkonjunktur: 90 professionelle Künstlerinnen und Künstler im Programm, 25 beteiligte Einrichtungen und über 20 vermittelte Auftritte lautet die Bilanz nach sechs Wochen (Stand Mitte Mai 2020).

Die Auftritte sind Tagesgespräch in den Einrichtungen. Von dem Kunst- und Kulturerlebnis zehren Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch Pflegekräfte noch Tage danach. Und das ist enorm wichtig, vor allem weil abzusehen ist, dass die Menschen in ihren Einrichtungen noch einen langen Atem haben müssen, bis Besuchsverbote und Einschränkungen des Tagesprogramms nicht mehr ihren Alltag bestimmen werden. Darum müssen die Aufführungen dringend fortgesetzt werden. Denn eine Lockerung des grundsätzlichen Besuchsverbotes in Alten- und Pflegeheimen erfolgt in Niedersachsen gemäß der aktuellen Änderungsverordnung des Landes vorerst nicht.

Neben über 30 Solokünstlerinnen und Solokünstlern kann das Kulturbüro nun auch Duos für Auftritte vermitteln. Zuerst Ehepaare und Künstlerpaare in häuslicher Gemeinschaft, später auch die rein künstlerischen Duos. Das erweitert das qualitativ hochwertige Angebot noch einmal. Weitere Senioren-, Behinderten- und Pflegeeinrichtungen können noch teilnehmen.

Podcast zu Balkonkonzerten

Über die Balkonkonzerte wird auch im ersten Podcast des ASTA der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg berichtet. Der Podcast ist unter diesem Link zu hören ». Der Autor ist Maximilian Linschmann, der sich auch als Gitarrist und Sänger an den Aufführungen beteiligt.

Weitere Senioren- und Pflegeeinrichtungen gesucht

Wieder Balkonkonzerte mit Solokünstlerinnen und Solokünstlern möglich

Nach Ostern 2020 gewinnen die Balkonkonzerte wieder Aufwind! Der Oberbürgermeister hat sie für Solokünstlerinnen und Solokünstler wieder zugelassen, nachdem das Betretungsverbot in den Einrichtungen zunächst äußerst streng ausgelegt worden ist. Dies diente dem Schutz der besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen, zu denen eben gerade ältere Personen und Menschen mit Behinderungen zählen.
Zu den schützenswerten Rechten gehört aus Sicht der Kulturellen Bildung aber auch die Teilhabe an Kunst und Kultur. Und die wollen wir mit unseren Veranstaltungen ermöglichen. Ein großer Dank gebührt den über 90 Künstlerinnen und Künstlern im Programm für ihre Bereitschaft, daran mitzuwirken! Besonders zu würdigen ist auch das Engagement der beteiligten Einrichtungen für ihre Bewohnerinnen und Bewohner!

Gerne können noch weitere Senioren-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen an den Balkonkonzerten und Freiluftauführungen teilnehmen. Bitte melden Sie sich bei Christiane Maaß, Kulturbüro, Telefon 0441 235-2319, oder per E-Mail an kulturellebildung(at)stadt-oldenburg.de

Stadt sucht freiberufliche Künstlerinnen und Künstler für Pilotprojekt

Balkonkonzerte und Freiluft-Aufführungen in Pflegeeinrichtungen

Balkonkonzerte sind auch in Oldenburg groß im Kommen in Zeiten, in denen öffentliche Konzerte und andere Kulturveranstaltungen abgesagt werden müssen. Das Kulturbüro der Stadt Oldenburg startet nun eine Initiative, die gleich mehreren Seiten helfen kann, an hochwertiger Kunst und Kultur auch in Zeiten von Corona teilzuhaben. Balkonkonzerte und andere Freiluft-Aufführungen sollen in Senioren-, Behinderten- und Pflegeeinrichtungen veranstaltet werden.

Gesucht werden auf der einen Seite professionelle freie Künstlerinnen und Künstler, die bereit sind, in Innenhöfen oder Gärten der beteiligten Einrichtungen etwas aufzuführen. Denkbar sind musikalische Darbietungen, aber auch Pantomime, Schauspiel, Tanz und Akrobatik – also alle Künste, die optisch und akustisch auch aus der Distanz einem Publikum dargeboten werden können. Auf der anderen Seite werden Einrichtungen gesucht, die Interesse haben, diese Aufführungen ihren Bewohnerinnen und Bewohnern zu eröffnen. Letztere können von ihren Fenstern oder Balkonen aus die künstlerischen Darbietungen verfolgen.

Bedingung für die Aufführungen ist natürlich, dass die derzeitigen Anordnungen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohnern und auch der Künstlerinnen und Künstler eingehalten werden können. Maßgeblich hierfür ist die Allgemeinverfügung des Landes Niedersachsen zur Beschränkung sozialer Kontakte. Das Kulturbüro steht hierzu in engem Kontakt mit den zuständigen Ämtern und Einrichtungsleitungen.

Interessierte melden sich bitte bei Christiane Maaß im Kulturbüro der Stadt Oldenburg unter Telefon 235-2319 oder per E-Mail an kulturellebildung(at)stadt-oldenburg.de Gefördert werden die Balkonkonzerte und Freiluft-Aufführungen zunächst aus Mitteln der Kulturellen Bildung und Teilhabe. Weitere Förderer und Finanzierungsmöglichkeiten werden gesucht.

Das Kulturbüro möchte mit diesem Pilotprojekt beiden Seiten helfen: Einerseits können freischaffende Künstlerinnen und Künstler, denen zurzeit viele Einnahmen wegbrechen, zu neuen Engagements kommen. Andererseits können Bewohnerinnen und Bewohner von Einrichtungen, die derzeit keinerlei Besuch empfangen dürfen und nur ein eingeschränktes Freizeitprogramm anbieten können, Kultur als Bereicherung ihres Alltags erleben.

Förderer

Die Balkonkonzerte und Freiluftaufführungen in Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen werden gefördert von

  • der Stiftung Oldenburgischer Generalfonds, vertreten durch den BVO Bezirksverband Oldenburg
  • der Marius Eriksen Stiftung
  • der Oldenburger Bürgerstiftung